Eine Autoreise nach England

Für die Autofahrt nach England gibt es die Fährmöglichkeiten von Dünnkirchen oder Calais nach Dover und den Eurotunnel von Coquelles bei Calais nach Folkstone bei Dover. Preislich liegen die Angebote für beides bei 30 bis 50 Euro Minimum für einen Pkw (einfache Fahrt), wer Hin und Zurück bucht, zahlt je nach Aufenthaltsdauer auf der Insel in etwa das Doppelte.

Dauer der Fahrt

Die Fahrtdauer durch den Eurotunnel beträgt rund eine halbe, die kürzeste Fährverbindung (Calais-Dover) etwa anderthalb Stunden. Die Nettofahrtzeiten, die stets genannt werden, täuschen aber über den wirklichen Zeitaufwand hinweg. Es sind Warte- und Verladezeiten einzuplanen, die bei der Fähre etwas länger dauern als beim Autozug durch den Eurotunnel. Auch das ist noch nicht hauptausschlaggebend für die wirklich verbrachte Zeit. Bei hohem Verkehrsaufkommen entstehen bei der Anfahrt Staus, bei schlechtem Wetter oder im Winter eher vor dem Eurotunnel. Entscheiden Sie sich also weder nach dem Geld noch nach der Zeit für das Eine oder Andere, fahren Sie so, wie Sie es am spannendsten finden.

Autofahrt in England

Es ist möglich, mit dem eigenen Pkw nach England zu fahren, mit dem Wohnmobil ist es mehr oder weniger abenteuerlich. Wovon abgeraten werden muss, ist eine Pkw-Fahrt mit einem kontinentaleuropäischen Fahrzeug (mit Linkslenkung) nach London. Über das flache Land oder durch kleine Städte können Sie fahren, aber beachten Sie, dass Sie an jeder Kreuzung seitenverkehrt denken müssen. Das ist schon für Beifahrer ungewohnt. Sie können auch einen englischen Mietwagen nehmen, Gas, Kupplung und Bremse sind mit unseren Fahrzeugen identisch, alles andere ist teilweise vertauscht (also auch die Anordnung von Blinker, Scheibenwischerhebel, Gangschaltung), aber nicht in jedem Fahrzeug auf die gleiche Weise. Hier ist langwieriges Umgewöhnen nötig.

Straßenverkehr in England

Der Linksverkehr gilt auch in Parkhäusern, er gilt auch, wenn von einer einspurigen Straße auf eine zweispurige gewechselt wird. Hier drohen außerhalb der Städte die größten Gefahren, weil der kontinentaleuropäische Fahrer automatisch nach rechts lenkt – verkehrt. Auch nach einer längeren Fahrtpause, also am nächsten Tag, gibt es Schwierigkeiten. An das rechts Überholen gewöhnt man sich noch am schnellsten. Bei den Vorfahrtsregeln gibt es ein großes Hallo: Es gilt in England an gleichrangigen Straßen rechts vor links wie auch bei uns (nicht links vor rechts, wie man geglaubt hätte). Eine weitere Gefahr besteht im Linksdrall kontinentaleuropäischer Autofahrer, in England fahren Sie damit gegen die Bordsteinkante.

Inhaber des Bildes: fazon – Fotolia

Ähnliche Berichte:

Tags: